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Astrid & Michael Beyer

Afrika - Reisevorbereitungen

Tansania 31. März - 17. April 2008

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Flüge

Wie kommt man hin? Möglichst preiswert... Ich hatte mit "Billigflügen" und Restplätzen bisher gute Erfahrungen. Aber "last minute" geht nicht, wenn man an feste Termine und Ziele gebunden ist. Billigflieger nach Afrika gibt es nicht.

Vor einigen Jahren konnte man getrost ein gutes Reisebüro aufsuchen und erhielt dort wesentlich mehr (und teilweise preiswertere) Angebote als im Internet. Das ist nach meiner Erfahrung leider nicht mehr so! Die Fluggesellschaften zahlen keine Provisionen mehr, also fehlt entweder der Anreiz, Flüge zu verkaufen - oder das Reisebüro kassiert zusätzlich ein "Vermittlungsentgelt", das z.B. bei Karstadt 100,- Euro beträgt. Dafür gibt es in diesem Fall aber auch ordentliche Auskünfte, im Gegensatz zu anderen, kleineren Firmen (mein Eindruck in Magdeburg). Diese verkaufen entweder nur Pauschalreisen oder können nicht weiterhelfen, wenn man einen sogen. Gabelflug will, also zu einem Ort hin- und von einem anderen zurück. Oder sie behaupten, man könne nur ab Frankfurt/M. nach Afrika fliegen... So bin ich am Ende wieder am eigenen Rechner gelandet und habe mir alles selbst zusammengesucht.

Die Fluggesellschaft KLM fliegt täglich nach Tansania und zurück, immer über Amsterdam, und dorthin kommt man für einen kleinen Aufpreis von fast jedem größeren Flughafen (leider nicht von Leipzig/Halle). Wegen der unkomplizierten Anfahrt entschied ich mich für Berlin-Tegel.

Der Hinflug nach Sansibar ging abends von Amsterdam nach Nairobi (Kenia) mit KLM-Partner Kenya Airways, und dann weiter mit einer Propellermaschine der tansanischen Fluggeselschaft Precision Air auf die Insel. Seltsamerweise hat man in der unteren Preisklasse immer einen längeren Aufenthalt dazwischen, entweder Vormittag in Nairobi oder Nachmittag in Amsterdam. Letztere Variante empfand ich als das kleinere Übel, war allerdings nicht (mehr) direkt bei KLM zu bekommen, deshalb buchte ich über flug.de - die Gebühr von 30,- € hielt sich in Grenzen.

Der Rückflug ging abends ab Kilimanjaro Airport, Zwischenlandung in Dar es Salaam, dann direkt nach Amsterdam und zügig weiter nach Berlin-Tegel, so daß ich mittags zu Hause war.

Der ganze Spaß kostete 1004,- Euro. -> Kosten-Übersicht

Impfungen

Rechtzeitig vor einer solchen Reise sollte man einen kompetenten Arzt aufsuchen. Es muß nicht gleich das Tropeninstitut sein, viele allgemeine Ärzte (und auch Apothekerinnen) sind mit dem Thema Reisemedizin vertraut. Dem Hausarzt sollte man den Impfausweis vorlegen und erstmal alle grundlegenen Impfungen (Tetanus, Polio usw.) auffrischen lassen. Das bezahlt normalerweise die Krankenkasse, ausgesprochene "Reiseimpfungen" (s.u.) dagegen muß man selbst tragen. Einige Krankenkassen übernehmen auf Antrag teilweise die Kosten, manchmal auch für Malaria-Prophylaxe. Meine DAK (Deutsche Angrstellten-Krankenkasse) allerdings zahlt seit Ende letzten Jahres nichts mehr für Reisen.

Für Tansania ist unbedingt eine Gelbfieber-Impfung zu empfehlen. Das macht nicht der Hausarzt, sondern staatliche Impfstellen (Gesundheitsamt), die auch den amtlichen Stempel in den Impfpass drücken. Den muß man bei der Einreise nach Tansania mitunter vorlegen! Die Bestimmungen wechseln immer mal (die Meinung der Grenzbeamten dazu auch), aber schon im Sinne der eigenen Gesundheit sollte man sich gegen Gelbfieber impfen lassen, auch wenn die Krankeit momentan im Zielgebiet nicht auftritt. Mücken (die Gelbfieber übertragen) können fliegen und halten sich nicht an Ländergrenzen.

Weiterhin werden Impfungen gegen Hepatitis A und B (Kombinationsimpfstoff Twinrix) sowie gegen Typhus (Typhim) empfohlen (die ich mir beide auch "geleistet" habe), außerdem manchmal Cholera (Wirksamkeit zweifelhaft) und Tollwut (bei direktem Kontakt mit Tieren, auf Safari bleibt man aber im Auto, also nicht nötig).

Malaria dürfte das größte Problem sein. Sansibar und die Nationalparks sind Risikogebiete, besonders in der Regenzeit, weil die Mücken dann selbst in sonst staubtrockenen Savannengebieten Brutgewässer vorfinden. Trotz aller Vorsicht sind Mückenstiche kaum zu vermeiden, daher Prophylaxe mit Malarone, täglich eine Tablette, beginnend 1 Tag vor Einreise und nach Ausreise noch 7 Tage lang. Malarone ist gut verträglich und hat kaum Nebenwirkungen, nur sollte man es nicht mehr als 28 Tage lang in Folge einnehmen. Nachteil: teuer!

Bei längeren Aufenthalten oder wer aus anderen Gründen auf die tägliche Einnahme von Tabletten verzichten will/muß, sollte sogen. Stand-by-Medikamente zur Hand haben, wenn unterwegs kein Arzt greifbar ist. Gute Exkursionsleiter haben vielleicht sowas im Gepäck. Wichtig ist, bei sich selbst und den Mitreisenden auf erste Anzeichen zu achten. Ein Test auf Malaria ist praktisch in jedem größeren afrikanischen Dorf möglich, und bei sofortiger (!) Behandlung gibt es kaum Probleme. Es heißt, viel gefährlicher sei es, wenn man nach der Reise zu Hause an Malaria erkrankt, weil europäische Ärzte kaum Erfahrungen mit Tropenkrankheiten haben.

HINWEIS: Verbindliche Empfehlungen kann nur ein Arzt geben! Mit den Impfungen muß rechtzeitig begonnen werden, wenigstens 6 Wochen vor Reisebeginn. Malarone ist rezeptpflichtig.

Kosten für die genannten Impfungen und 3 Packungen Malaria-Tabletten: 230,- €.

Ausrüstung

Viel braucht man nicht in Afrika, wenn man die meiste Zeit im Auto sitzt bzw. steht. Sonnenschutz ist wichtig, Insektenschutz, beides sowohl als Mittelchen zum Einreiben als auch in Form von langen Hemden und Hosen sowie Kopfbedeckung. Gegen Tsetsefliegen hilft nur lückenloser Schutz durch entsprechende Kleidung! Feste Schuhe sind nötig für Wanderungen (Walking-Safari im Arusha-Nationalpark), ebenso ein Rucksack. In größeren Höhen (der Rand des Ngorongoro-Kraters erreicht fast Zugspitz-Niveau!) braucht man Pullover oder Fleece-Jacke, und eine dünne Regenjacke sollte man auch dabei haben in der Regenzeit. Für den Abend eine gute, weitreichende Taschenlampe - das war's schon fast.

Den meisten Raum nahm natürlich die Fotoausrüstung (drei Kameras, Objektive, Blitzgerät, Stativ) ein, dazu ausreichend Batterien/Akkus, die passenden Ladegeräte, Speicherkarten und Laptop zum Sichern der Bilder. Ein Laptop ist natürlich nicht zwingend nötig, die Datensicherung ginge auch anders, aber so kann man gleich abends die "Jagderfolge" sichten und mißlungene oder doppelte Fotos aussortieren.

Für Sansibar waren zusätzlich noch Unterwasserkamera nebst Blitzgerät sowie Maske, Schnorchel, Tauchanzug und Neopren-Schuhe im Gepäck. Eigentlich zu viel Schlepperei, und bei den Inlandsflügen mit 20-kg-Begrenzung fast unmöglich. Aber Handgepäck wird ja normalerweise nicht mit gewogen...

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